Unterwegs in Norwegen.
2022 - Tromsø
Auf der Suche nach Orcas und Nordlichtern.
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Donnerstag, 17.02.2022 – sonnig/bedeckt, -2° C bis -6°C
TSCHÜSS NORWEGEN
... UND WAS MAN BRAUCHT UND WAS MAN NICHT BRAUCHT
Faulenzertage sind vorbei, wir starten morgen früh Richtung Heimat. Norwegen verabschiedet uns auf unserem letzten Spaziergang mit einem Rentier, das direkt neben der Straße liegt und sich überhaupt nicht durch unsere Anwesenheit gestört fühlt.
Und kurz vor unserem Häuschen fällt uns – kaum zu glauben – eine Adlerfeder direkt vor die Füße. Der Abschied fällt schwer…
Danke Norwegen!

Beim Packen unserer Siebensachen sind wir über einige Dinge gestolpert, die wir während unserer Zeit hier im hohen Norden nicht ein einziges Mal in den Händen hatten. Andere wiederum haben wir hier gekauft, weil sie fehlten. Hier ein paar Tipps, falls Du auch mal das Winterlicht in Norwegen besuchen möchtest:
Kajaks haben wir leider nicht gebraucht. Unser Vermieter meinte vor Reiseantritt, es sei durchaus realistisch, im Januar/Februar im Fjord zu paddeln. Wir sehen das mit Skepsis. Es erschien uns entweder zu windig oder zu kalt – also zu gefährlich oder zu ungemütlich. Die Wetterumschwünge sind zudem sehr heftig und sehr unberechenbar und kommen teils weniger Minuten.
Kleidung aus ausschließlich (Thermo)fleece, Angora und Wolle in Zwiebelschichten sind erfolgreich gegen Wind, Schnee und Kälte. Wichtig auch: Fäustlinge statt Fingerhandschuhe und warme rutschfeste Stiefel, Halbschuhe werden nicht gebraucht. Alles lieber praktisch als chic.
Trekkingstöcke werden nicht gebraucht, denn Wandern ist im hohen Schnee nicht möglich. Stattdessen kann man sich Ski oder Schneeschuhe leihen oder mitbringen.
Reifen in Nordnorwegen scheinen meistens mit Spikes ausgestattet, denn die Straßen sind oft mit einer festen Eisdecke und einer darüber liegenden Schneedecke belegt. Unsere neuen Reifen waren sehr zuverlässig, die Schneeketten haben wir nicht benötigt.
Übrigens hält hier täglich ein Schneepflug bis in die allerletzte Ecke die Straßen frei. Ist das nicht zu schaffen, werden Straßen allerdings auch schon mal gesperrt.
Angelgeschirr sollte stabil sein. Und wer ganz sicher mehr als einen Fisch fangen möchte, sollte mit einem Boot tieferes Gewässer ansteuern. So jedenfalls der Tipp eines Nachbarn.
Und nun sagen wir TSCHÜSS zum schönen Tulleng am Kattfjord.
DIENSTAG, 15.02.2022 – sonnig/bedeckt, -1° C bis -5°C
UNSER KATTFJORD
... VON UNTEN UND OBEN
Drei weitere Angelversuche brachten in den letzten Tagen ein T-Shirt mit klammernden Seesternen, zwei rote Korallenstücke, einen verrosteten eingewachsenen Metallbügel, ein altes Seilstück und eine Miesmuschelhälfte zum Vorschein. Leider keinen leckeren Fisch.
Wir stehen heute zum letzten Mal auf dem Angelsteg unseres Nachbarn Ferienanlage
Lauklines. Der Seeadler kreist wieder über uns und plötzlich taucht ein ziemlich großer Otter im Wasser auf. Da letzterer sich keinesfalls in die Liste ungeliebter Angeltrophäen einreihen soll, legen wir die Angeln beiseite und zücken stattdessen unsere Kameras.
Das Sonnenlicht am Kattfjorden ist kühler als zu Beginn unseres Urlaubs, doch wie immer wunderschön und wir genießen Licht und Stille. Zumindest so lange, bis die Wolken vom Horizont uns erreichen.
Samstag, 12.02.2022 – sonnig, -7° C bis -11° C
TAG DER LICHTER
MORGENS, MITTAGS, ABENDS
Die Sonne schafft es täglich ein Stück höher und das Licht verändert sich. Die Berge sind weniger in Rotgold und Rosa getaucht, die Farbe erinnert eher an Weißgold. Der Himmel ist tagsüber inzwischen so blau, wie wir ihn aus der Heimat kennen. Heute ist es mit bis zu -11° C sehr kalt, vor unserer Veranda treiben vereinzelte Eisschollen Richtung offenes Meer. Zu kalt zum Angeln oder Kajakfahren, auch wenn die Sonne am Himmel strahlt.
So fahren wir also wortwörtlich ins Blaue und wie schon so manches Mal stockt uns immer wieder der Atem: Man kommt aus einem Tunnel heraus oder fährt im Schatten der Berge, biegt dann um die nächste Ecke und landet in einem überwältigenden sonnenüberflutetem Panorama mit einem krassen Licht- und Schattenspiel, dass einem die Luft wegbleibt.
Erstes Ziel ist nochmals der Strand der schönen Insel Sommarøy. Der Himmel ist zur Festlandseite strahlend blau, auf der anderen Seite türmen sich Wolkenberge über dem Atlantik. Vom nächsten Hügel aus kann man auf den Strand herabschauen. Der Blick zurück zu unserem Fjord zeigt die schönen Berge, die wir in unserer Hütte in Tulleng im Rücken haben. Auch Sjøtun – das Heimatdorf „unseres“ Fischers zeigt sich in Bilderbuchoptik.
Das fast durchgehend sonnige Kvaløya im Süden kennen wir noch nicht. Dort ist nur derjenige im Schatten, der sich gegenüber der hohen Festlandberge aufhält. Dort wo die Sonne es auf der anderen Seite des Fjords noch nicht über die Berggipfel schafft.
An der letzten Kurve vor Tulleng halten wir nochmals an. Die Sonne taucht gerade Eiskante und Fjord in ein magisches Licht und die Wasseroberfläche dampft.
On top hält dieser Tag der Lichter auch am Abend etwas ganz Besonders für uns bereit: Die schönsten und intensivsten Nordlichter unserer Reise.
MIttwoch, 09.02.2022 – sonnig/bedeckt, -2° C bis -4°C
INSEL SENJA
WELCHE IST DIE SCHÖNSTE ALLER INSELN?
Meist zeigen Fotos von der Insel Senja atemberaubende bunte Nordlichter über schroffen, steil aus dem Meer ragenden Bergen – an Mächtigkeit kaum zu übertreffen. Aus der Ferne habe ich die Fotos seit Jahren im Netz sehnsüchtig beobachtet.VisitSenja , so lautet der Name dieser Fotogruppe und genau das werden wir nun heute wortwörtlich umsetzen.
Mit der Fähre legen wir bei aufgehender Sonne von unserer Heimatinsel Kvaløya ab und setzen 45 Minuten später erstmals unseren Fuß auf die Insel Senja.
Wir starten eine kleine nördliche Tour auf der 862. Die Berge sind so mächtig, dass die Straße meist am Ufer verläuft, gelegentlich durch Tunnelabschnitte hindurch. Viel mehr Straßen gibt es nicht, die nächsten 50 Kilometer zweigen lediglich noch vier Sackgassen von der 862 ab. Die Fv277 ist die erste dieser Sackgassen, ist gut 10 Kilometer lang und führt über die Berge zum Fischerdorf Husøy. Mit Sonnenschein im Rücken fahren wir auf das im Meer liegende Dorf zu.
Doch die Wolkendecke verdichtet sich schnell und ruckzuck umgibt uns ein Grau, das nur durch die bunten Häuser und Schiffe unterbrochen wird. Zwei Fangschiffe sind vor kurzem entladen worden. Eine Fischgeruchwolke liegt über dem Ort, Fischabfälle schwimmen im Wasser und eine Unmenge Vögel kreisen über das für sie verlockende Hafenbecken. Meist natürlich Möwen, doch wir entdecken auch eine Handvoll Adler.
Unsere Tour geht mit der Rückkehr auf die 862 weiter. Teils wunderschöne Felsformationen zeigen sich, doch dann auch wieder Neuschnee, so dass wir nach und nach in eine Schwarz-Weiß-Welt eintauchen.
Doch auch Schwarz-Weiß hat seinen Reiz! Als wir allerdings am Ende unserer Tour wieder am Fähranleger stehen und in der Ferne die prägnanten Berge von Kvaløya sehen, hat der Inseltraum Senja etwas vom besonderem Zauber verloren. Der Name ist und bleibt sehr schön, doch letztendlich hat Kvaløya Gleiches und durch die Nähe zu Tromsø mehr Vielfalt zu bieten. Ansiedlungen von sehr wenigen Häusern – und das genießen wir in unserer Hütte in Tulleng sehr – sind durch das wilde schroffe Berggelände nicht möglich. Welch ein Glück also, dass wir rein zufällig auf Kvaløya gelandet sind! Unsere Insel ist nun eindeutig unser Favorit…
Abends zeigen sich wieder kleine Nordlichter.
Dienstag, 08.02.2022 – bedeckt, -2° C bis -4° C
MIT DEN HUSKYS
UND SCHLITTEN UNTERWEGS
Es wird bereits hell, als wir um 7.30 Uhr – bei wieder einmal wunderschönem Panoramablick über den Fjord – unser Frühstück genießen und uns ein Brot für die Mittagszeit schmieren.
Nur sieben Kilometer entfernt ist der Treffpunkt für die Hundeschlittenfahrt, auf die wir bereits sehr gespannt sind. Es ist für uns die erste unseres Lebens.
Drei Schlitten starten heute, jeweils zu Zweit besetzt. Vorab werden alle mit dicker Winterbekleidung, Fäustlingen und Stiefeln ausgestattet und dann bekommen wir von unserer Guide Emily eine gründliche Einweisung:
Der Steuermann/frau steht hinter dem Sitzplatz und setzt seine Füße rechts und links auf die Kufen. Mittig hat jeder Schlitten eine herunterklappbare Kunststoffplatte, die während der Fahrt als leichte Bremse dient. Dazu stellt man seinen Fuß halb auf die Platte. Wenn es das Gelände zulässt und das Gleichgewicht stimmt, kann man auch den ganzen Fuß benutzen. Zum Stehenbleiben tritt man auf die zweite Bremse. Sie ist aus stabilem Metall und ihre zwei Spitzen graben sich in den Schnee. Die dritte Bremse liegt im Schlitten beim Mitfahrer: Es ist ein stabiler Wurfanker. Für den Fall, dass der Fahrer verloren geht oder dass der Schlitten ohne Steuermann stehen gelassen werden muss.
Weitere Regeln und Tipps:
Die Hunde werden durch Mitlaufen, Schieben und ggf. Aussteigen unterstützt, sobald sie Unterstützung brauchen.
Der Abstand zum Vordermann sollte mindestens zehn Meter betragen.
Beim Fahren werden Geländeneigungen durch Gewichtsverlagerung ausgeglichen.
Kippt der Schlitten um, muss er nach dem Aufrichten sofort per Bremse gesichert werden, denn die Hunde werden auch sofort wieder anziehen.
Das Wohl der Hunde steht obenan. Vertüddeln sich die Leinen, wird sofort angehalten und entwirrt. Das Gespann wird dann mit dem Anker gesichert.
Fritz übernimmt die erste Tourenhälfte und darüber bin ich ehrlich gestanden ganz froh.
Wir starten vielversprechend bis zur dritten Kurve. Die schaffen wir beinah, doch leider nur beinah... Der Schlitten driftet in den weichen Schnee und kippt mich sozusagen aus. Weder Schlitten noch mir ist etwas passiert und da unser Vordermann zwanzig Meter vor uns gerade eben auch gekippt ist, können wir in aller Ruhe alles wieder in Ordnung bringen.
Nach der ersten Streckenhälfte – und einer guten Stunde – wird angehalten, damit die Hunde etwas ausruhen und die Plätze getauscht werden können. Fritz wandert anschließend in den Sitzsack und ich auf die Kufen. Dabei habe ich Glück, denn mein Streckenabschnitt ist etwas ebener und damit einfacher zu fahren. Nach ein paar hundert Metern fühlt sich das Fahren jedenfalls schon sehr gut an.
Wieder auf dem Platz, streicheln wir unsere Zughunde durch, befreien Schlitten für Schlitten die Hunde aus ihrem Geschirr und bringen sie zu ihrer jeweiligen Hütte. Nun ist Kraulen angesagt. Insbesondere die jungen Tiere mögen das besonders gern.
Unsere englischsprachige französische Guide Emily hält in einer Grillhütte Kaffee und Tee bereit und erzählt uns von den 85 Hunden, der Huskyzucht, der täglichen Arbeit für die drei Mitarbeiter, ein wenig von sich selbst und beantwortet uns dann alle Fragen.
Eine abenteuerliche Geschichte passierte Emily am letzten Donnerstag: Ihr Chef und sie waren mit 2 Schlitten und 22 Huskies auf Trainingsfahrt, als ein großer ausgewachsener Elch auf der Piste auf sie zukam, immer wieder bedrohlich mit den Füßen stampfte und versuchte, dabei die Hunde zu treten. An ein Wenden war bei der Anzahl Hunde und der engen Spur nicht zu denken und um die Tier zu schützen, scharte sie die Hunde am Schlitten um sich. Es gab ein ziemliches Hin und Her und dauerte eine ganze Weile, bis der Elch von ihnen abließ und seines Weges zog. Alle blieben glücklicherweise unverletzt.
Auch ohne Elch war die Schlittenfahrt für uns ein ganz besonderes, aufregendes und einmaliges Erlebnis. Ein toller Tag!
Montag, 07.02.2022 – bedeckt, Neuschnee, -2° C bis -4°C
WAHRZEICHEN
UND POLARIA
Die Eismeerkathedrale ist das Wahrzeichen Tromsøs. Die Silhouhette soll Eisplatten symbolisieren und ein 23 m hohes Glasmosaik an der Stirnseite ist eines der größten Glasgemälde Europas. Leider bleibt uns die nähere Betrachtung um 11.30 Uhr verwehrt, die Kathedrale öffnet erst um 13.00 Uhr.
Eisschollen sind nicht nur Gestaltungsvorlage für die Kirche gewesen, auch das Aquarium Polaria in Tromsø präsentiert sich in genauso beeindruckender Architektur. Wir haben einiges über die Unterwasserwelt vor Norwegen gelernt und gesehen.
Ab Mittag fängt es an zu schneien. Wir backen, lesen, hören Musik und freuen uns auf morgen. Wir werden eine Husky-Schlittenfahrt machen.
Samstag, 05.02.2022 – sonnig nach Orkan, -4° C bis -7° C
ANGLERGLÜCK
NACH EINEM STURMTIEF
Der Sturm hat den ganzen gestrigen Tag angedauert. Morgens haben die Orkanböen sogar unsere Kajaks durch den Garten geweht. Hätte unser Vermieter dort unter dem Schnee nicht einen Bootsanhänger liegen, an dessen Anhängerkupplung sie hängenblieben, wären sie wohl in den Fjord gekippt. Die Uferkante ist nur drei Meter entfernt. Noch vor dem Frühstück vertäute Fritz unsere Boote mit dem Haus und den Rest des Tages befeuerten wir unentwegt den Ofen und machten es uns mit einem Buch gemütlich.
Heute morgen ist der Spuk vorbei, die Sonne scheint wieder. Unser Auto steht eingeweht, aber unversehrt noch an seinem Platz. Dem Bootshaus in der Nachbarschaft ist es nicht so gut ergangen, es ist ein einziger Schrotthaufen.
Unser Versuch, das Museum und Aquarium Polaria in Tromsø zu besuchen, scheitert. Der Streckenabschnitt, der durch die Berge führt, ist bis mindestens 12.00 Uhr gesperrt. Wir drehen um, ziehen uns wärmere Sachen an und laufen mit unserem Angelgeschirr zum Steg von Lauklines. Der Eigentümer der Ferienanlage hatte uns vor einigen Tagen erlaubt, von dort aus zu angeln.
Beim dritten Wurf hat Fritz bereits Glück. Er fängt mit einem kleinen 20g-Blinker einen stattlichen Kabeljau. Der erste Fischfang seines Lebens! Ich selbst fange mal wieder nix.
Donnerstag, 03.02.2022 – Sonne, Orkanböen, -4° C bis -8° C
DE FISCHER UN SIEN FRU
FISCH UND KRASSER WETTERWECHSEL
Nach dem Frühstück beobachten wir auf dem Fjord einen kleinen Kutter beim Einholen einer großen Reuse. Schon einige Male haben wir ihn aus dem kleinen Dorfes Sjøtun kommend Richtung offenes Meer fahren sehen.
Heute fährt er nach der Arbeit an der Reuse Richtung Sjøtun zurück. Genau dorthin fahren wir auch, finden den Kutter vor einem Bootshaus und treffen auf einen sehr freundlichen, gesprächigen Fischer und seine Frau. Gern wollen Sie uns ihren Fisch direkt verkaufen.
Unter dem Dachüberstand des Bootshauses hängen hunderte Dorschköpfe und Fische zum Trocknen. Leider sind die Fische noch nicht zum Verkauf, bzw. zum Kochen von Bacalao geeignet. Der Fischer mag dieses Trockenfischgericht ebenso gern wie wir und verspricht uns, seinen Vorrat zu überprüfen. Wir geben seiner Frau unsere Telefonnummer.
Er erzählt, seine Frau würde Hütehunde züchten und hätte eine Herde isländischer Schafe. Strahlend verweist er dabei auf seine Handschuhe, die sie ihm aus der Wolle ihrer Schafe gestrickt hat. Sie seien durch das natürliche Lanolin wasserabweisend und warm genug für die Arbeit auf dem Kutter. Während er unentwegt erzählt, fischt er uns drei Dorsche aus einem großen Trog, in dem der Fang des Tages liegt.
Mit diesen drei Fischen und einem Streifen Trockenfisch – leckerer Snack für Zwischendurch, meint der Fischer – verabschieden wir uns und verabreden für uns einen weiteren Einkauf. Der müsste aber ein paar Tage warten, denn ab heute Abend gäbe es erst einmal Sturm.
Mittwoch, 02. Februar 2022 – sonnig, -8° C bis -11° C
NORDLICHTER
UND TAGESLICHTER
Welche Gründe es gibt, im Winter nach Tromsø zu fahren? Es ist das Licht!
Gegen 18.00 Uhr entdeckt Fritz auf der Veranda Nordlichter. Sie tanzen am Horizont und über unseren Köpfen.
Dienstag, 01. Februar 2022 – sonnig, -4° C bis -11° C
MIT ADLER UND OTTER FISCHEN
UND TRAUMWETTERFARBEN
Beim Frühstück entdecken wir im Fjord einen Otter vor unserer Hütte. Dreimal taucht er ab, bis er etwas gefangen hat, dann schwimmt er mit seiner Beute beim Nachbarn an Land. Sieht aus wie eine leckere Scholle und macht neidisch. Als kurz darauf auch noch ein Seeadler mehrfach Fische aus dem Fjord fischt, hole ich die Angel heraus und versuche auf unserem Steinsteg ebenfalls mein Glück.
Nach einer guten Stunde endet mein Angeln wie immer: Mit Nix. Irgendetwas mache ich offensichtlich falsch.
Wie gut nur, dass die Muscheln und Garnelen für die geplanten Spaghetti alla Marinara bereits im Kühlschrank liegen.
Ich tröste mich mit dem Genuß des wunderschönen polaren Sonnenlichtes. Heute werden die schneebedeckten Berge in ein atemberaubendes pastelliges leichtes Rosa getaucht. Wir statten der kleinen Insel Sommerøy einen zweiten Besuch ab, die bei strahlendem Sonnenschein so ganz anders aussieht als im Schneesturm vor einigen Tagen.
Die angestrahlten Berge lassen unseren Atem auf Hin- und Rückweg so manches Mal stocken. Gibt es auf der Welt ein schöneres Licht?
Montag, 31. Januar 2022 – sonnig/bedeckt, -4° C bis – 8° C
FRIDTJOF NANSEN
AUF DER SPUR
Rutschfeste warme Stiefel, warme Fäustlinge und Kajak-Lukendeckel müssen heute besorgt werden. Wegen des Lukendeckels machen wir im Vorort Eide halt, besorgen den Rest in Tromsø und schlendern erstmals durch die Einkaufspassage. Auffällig sind die Kombinationen von alter und neuer Architektur, schön auch der Blick auf einen Hang mit den bunten, typisch nordischen Häusern.
Je nach Himmelsrichtung kann man ein anderes Licht erleben. Gegenüberliegend versteckt sich die Sonne zur gleichen Zeit zum Teil hinter Wolken und Bergen und zeigt sich in sattem Gelb.
Am Polarmuseum machen wir Halt. „Fridtjof Nansen In Nacht und Eis“ – die Reisebeschreibung seiner Expedition zum Nordpol, gehörte in Jugendzeiten zu meiner Lieblingslektüre. Im Polarmuseum ist vieles zu Nansen, Amundsen und Polarforschern zusammengetragen.
Hier in Tromsø startete Fridtjof Nansen 1893 auf dem von ihm initiierten und für das Packeis konstruierte Polarschiff Fram Richtung Nordpol. Und auch die Polarstern, die sich unter MOSAiC-Expeditionsleiter Markus Rex 2019 auf die Spuren der Fram begab und sich im Packeis einschließen ließ, startete hier in Tromsø.
Samstag, 29.01.2022 – sonnig, -3°C bis -5° C
VERMISCHTES
NORDLICHTER | RENTIERE | TROMSØS HAUSBERG
Es hat uns mal jemand gesagt, Nordlichter sollte man nicht suchen. Sie kämen von allein, wenn es an der Zeit sei. In dieser Nacht ist es bei uns soweit:
Mitten in der Nacht entdeckten wir Aurora Borealis.
Wir sind dann recht müde, als der Wecker um 7.30 Uhr klingelt. Die Wettervorhersage war für heute besonders gut ausgefallen und wir haben gestern Abend spontan eine Rentierschlittenfahrt mit Veranstaltungsprogramm bei den Samen gebucht.
Vor unserem geistigen Auge hatten wir uns in einem Schlitten mit Rentier durch die verschneite sonnige Landschaft fahren gesehen. Die Realität im Sami-Touri-Camp sieht anders aus: Ein junger Same führt in dem eingezäunten Gelände das erste Rentier am Zaumzeug, ganz viele Schlitten nebst Zugtieren sind dahinter in einer Reihe miteinander verbunden und er geht mit der Touristenschlange hinter sich einmal um die große Koppel. Ähnlich wie Ponyreiten auf dem Jahrmarkt, nur dass die Runde viel größer ist und die schnelle Trabrunde ausfällt. Anschließend dürfen wir wie im Streichelzoo die Rentiere füttern und bekommen selbst eine traditionelle Rentier-Gulaschsuppe. Naja…
Die Tiere sind nett, die Leute natürlich auch, die Suppe gehaltvoll, wir nehmen alles mit Humor und flüchten erst beim kulturellen Teil, der uns Lieder und die Geschichte der Sami vermitteln soll. Nicht wegen der Kultur, sondern wegen Covid. Das Lavvu – das Zelt der Samen – füllt sich zum Schluss mit derart vielen Menschen, dass wir Omnikron geradezu herumfliegen sehen.
Die Sonne zaubert aber immer noch ihr wunderschönes pastelliges Licht über die Landschaft und so fahren wir zu Tromsøs Hausberg, dem Fjellheisen. Eine Gondelbahn fährt zur Fjellheisen-Station, insgesamt 420 Meter hoch über dem Meeresspiegel. Während im Tal Windstille herrscht, tobt dort oben ein eisiger Sturm. Lange halten wir den ins Gesicht peitschenden Eispartikeln nicht stand.
Nach einer kleinen Runde über ein Schneefeld und dem Blick über Tromsø inmitten der Fjordlandschaft treten wir den Heimweg an. Den Wind scheinen wir dabei mitzunehmen, die Schneeverwehungen türmen sich wieder und in der Ferne wirbeln kleine Schnee-Tornados über die Berge.
Freitag, 28. Januar 2022 – Sonne, Wolken, Schnee, -3° C bis -5° C
WETTERKAPRIOLEN
TAG UND NACHT
Die Spanne zwischen Sonnenaufgang und -untergang wird täglich größer. Als wir heute morgen um 08.30 Uhr aufwachen, ist es bereits hell und gleich nach dem Frühstück zeigt sich das Sonnenlicht von seiner schönsten Seite.
Ein solches Wetter sollte man ausnutzen. Und zwar augenblicklich. Wir tun das nicht. Fritz schippt erst einmal die 25 cm Neuschnee der letzten Nacht beiseite und ich backe ein Brot.
Anschließend machen wir uns auf nach Sommerøy, einer kleinen Insel, die durch eine Brücke mit unserer großen Insel Kvaløya verbunden ist. 34 Kilometer und 37 Minuten Fahrtzeit, wir müssen auf die gegenüberliegende Fjordseite. Für das Wetter sind das ungefähr 30 Kilometer zuviel. Es wird dunkler und als wir ankommen, beginnt es zu schneien. Der Wanderweg, den wir suchen, bleibt im Schnee verborgen. Uns bleibt bei dem ungemütlichen Wetter nur die Rückfahrt in unsere gemütliche Hütte.
Um 15.30 Uhr beginnt die Dämmerung und eine halbe Stunde später ist es dunkel. Diese Dunkelheit am Nachmittag empfinden wir immer noch als irritierend. Wir nehmen uns angesichts der plötzlichen Wetterumschwünge vor, zukünftig jeden Sonnenstrahl sofort auszunutzen und Hausarbeiten in den dunklen Teil des Tages zu verlegen.
Mittwoch, 26. Januar 2022 – sonnig, – 1°C bis 1°C
ORCASATTSEHEN
DIESMAL BEI KAISERWETTER
Der kleine Kutter, der uns heute zu den Walen bringen soll, ist recht schlicht. Sein starker Motor kann aber durchaus mit dem des RIP-Bootes vom letzten Sonntag konkurrieren. Die drei Crew-Mitglieder scheinen auf den ersten Blick allesamt ziemlich knorrrig, auf den zweiten ausgesprochen nett, persönlich und sehr aufmerksam. Zusätzliches Wal- und Seevogel-Kompaktwissen, Kaffee, Kekse und eine hervorragende Fischsuppe auf der Rücktour runden den Service fürs Wohlbefinden der Gäste ab. Alle tragen Maske.
Die Farbe des Himmels wechselt gerade von Schwarz zu Blau und die Lichter Tromsøs leuchten in der Dunkelheit wie ein Schmuckstück, als wir um 8.00 Uhr Richtung Skjervøy starten.
Es wird schnell hell und in den drei Stunden Fahrtzeit bringt das Licht der tiefstehenden Sonne die Berge zum Leuchten. Es scheint, das Wetter will die letzten beiden grauweißen Tage gleich mehrfach wieder wettmachen.
Die Crew berichtet, dass wir großes Glück hätten. Im letzten Jahr zogen Heringsschwärme und Wale bereits am 15. Januar weiter. Außerdem wurden in diesem Jahr besonders viele Heringe und dadurch auch besonders viele Wale gesichtet.
Diesmal fahren wir ein Stück an der Insel Skjervøy vorbei und stoppen zwischen einer Inselgruppe, deren Berge nach und nach in ein zauberhaftes Licht getaucht werden. Nach kurzer Zeit kommen die Orcas, dann noch drei Buckelwale. Wieder so nah wie auf der RIP-Boot-Tour und so unfassbar viele.
Zweieinhalb Stunden gibt uns die Crew zum Orcasattsehen
Bis zu 200 kg Heringe sind für Buckelwale ein einziger Happen, 1200 kg Heringe benötigen sie pro Tag.
Dienstag, 25. Januar 2022 – Schneesturm, -1° C bis 1° C
CORONA
GLÜCK IM UNGLÜCK
Unsere Corona-App hat am Sonntag eine Risikobegegnung am letzten Freitag gemeldet und so stornieren wir bei Thomas von Polar Adventure die zweite Whale-Watching-Tour für Dienstag und begeben uns in Quarantäne. Freitag war unser Anreisetag, wir haben nur im Auto gesessen und die einzigen Menschen, in dessen Nähe wir uns länger als 15 Minuten aufgehalten haben, sind die Wartenden, die für unseren Einreise-Corona-Test mit in der Schlange gestanden haben. Schon etwas schräg…
Wir machen es uns mit Blog, Rummikub, Strickzeug, Musik gemütlich. Draußen tobt ein Schneesturm, der nicht einmal einen zehnminütigen Spaziergang zulässt.
Da der Mülleimer inzwischen fest vertäut ist und die Schneeschieber gesichert sind, können wir den Sturm – mit dem Ofen im Rücken – geradezu genießen. Und auch anhören, denn es pfeift, heult und tobt ums Haus.
Glück im Unglück: Polar Adventure meldet, dass die Tour wegen des Wetters auf Mittwoch verlegt wird. Ein neuer Schnelltest fällt negativ aus, wir stornieren unsere Stornierung und freuen uns auf morgen.
Sonntag, 23. Januar 2022 – Schietwetter, 2° C-6° C
ORCAS
SIE SIND DA UND WIR AUCH
(Ist das gut? Es fällt mir schwer, Überschriften für diesen Tag zu finden, ohne ins kitschig Überschwängliche abzurutschen)
Um 3.00 Uhr sind wir aufgestanden, um 5.30 Uhr starten wir mit weiteren 22 Reisenden in einem Bus ab Tromsø Richtung Skjervøy. Das erste Mal seit Corona-Ausbruch, dass wir mit so vielen Leuten zusammen in einem Raum sind. Alle tragen mehr oder minder Maske und wir sowieso die guten Dräger FFP2-Masken.
Diese Whale-Watching-Tour im RIP-Boat ist die letzte in dieser Wintersaison, denn die Orcas folgen üblicherweise in wenigen Tagen den Heringsschwärmen, die in den weiten Atlantik ziehen.
Nach vier Stunden geht es zackzack zum Umziehen: Überlebensanzug, Schwimmweste, Fäustlinge, Ski-Maske, schwere Gummistiefel. Je zwölf Personen klettern in die zwei Boote und mit 350 PS-Vollspeed geht es für knapp drei Stunden aufs Meer hinaus.
Bereits nach kurzer Zeit treffen wir auf eine Gruppe Orcas, dann auf eine zweite.
Die Fotos gelingen nicht besonders gut. Es regnet und die Technik streikt so manches Mal. So genießen wir oft einfach nur still den Anblick der Tiere, der schlichtweg ergreifend ist.
Insbesondere die zweite Orcafamilie stört sich überhaupt nicht am Boot. Der Skipper hat den Motor ausgestellt und die Tiere kommen auf uns zu, tauchen unter dem Boot durch, tauchen zehn Meter vom Boot entfernt aus dem Wasser auf. Ein erst vor kurzer Zeit geborenes Baby schaut mit dem Kopf aus dem Wasser und gibt einen hellen Rufton von sich. Es scheint besonders neugierig zu sein, denn beständig schwimmt es mit der Mutter um unser Boot herum. Es ist noch zu klein zum Jagen der Heringe und tiefem Tauchen und so müssen die Beiden immer warten, während der Rest der Gruppe auf Tauchgang geht.
Nach knapp drei Stunden fahren wir mit Vollspeed zum Hafen zurück. Es ist alles gut. Trotz der dicken Anzüge machen sich Kälte und Nässe langsam unangenehm bemerkbar. Die Rücktour im Bus zieht sich l
Nach knapp drei Stunden fahren wir mit Vollspeed zum Hafen zurück. Es ist alles gut. Trotz der dicken Anzüge machen sich Kälte und Nässe langsam unangenehm bemerkbar.
Die Rücktour im Bus zieht sich leider sehr in die Länge. Durch eine gesperrte Straße muss die Route geändert werden und wir sind erst um 19.30 Uhr wieder in Tromsø. Unsere anschließende Autofahrt zur Hütte ist abenteuerlich: Heftige Sturmböen, peitschender Schneeregen, halb aufgetaute Eisfelder auf der Fahrbahn, teils tiefe Wasserfurten in den Fahrbahnsenken. Auf der Brücke über den Fjord, der Tromsø teilt, wird bei Windstärke 10 ein Auto mit Anhänger auf unsere Gegenfahrbahn gedrückt. Kurzum: Wir sind froh, als wir unsere kuschelige Hütte mit Ofen erreichen, sammeln schnell noch den Mülleimer auf, der nun schon zum zweiten Mal in den Garten geweht wurde und begeben uns glücklich, aber todmüde in unsere kuschelige Koje.
Samstag, 22. Januar 2022 – 2° C-6° C, wechselhaft
TULLENG FISCHERHÜTTE
UND FRÜHAUFSTEHEN
Trotz Urlaub weckt uns der Wecker um 5.45 Uhr. Wir fahren nach Tromsø zum Eingang des Ishavnhotels, um an der Whale- und Seebird-Watching-Tour teilzunehmen, die von Dienstag auf heute verlegt wurde. Doch leider sind wir so ziemlich die einzigen Menschen auf der Straße. Telefon, Handy und das direkt neben dem Hotel gelegene Büro des Veranstalter sind unbesetzt. Das Schiff dümpelt unbeleuchtet am Kai.
Ein Missverständnis – so stellt sich später heraus. Unsere letzte SMS ist nicht gelesen worden.
Wir kaufen kurz im noch menschenleeren Supermarkt ein paar fehlende sowie regionale Sachen wie Fisch, Salami und Käse und machen es uns für den Rest des Tages in unserer gemütlichen Hütte bequem. Es ist warm, der Ofen bollert, der Blick aus dem Fenster fällt auf ein Fjordpanorama, wie es für uns kaum schöner sein kann.
Abends müssen wir zügig ins Bett, denn die Nacht wird noch kürzer werden als die letzte. Wieder steht Whale-Watching auf dem Programm. Hoffentlich klappt es diesmal, denn das Wetter scheint ziemlich gruselig zu werden. Die Orcas werden nur bis Ende Januar vor Ort sein und diese Tour im RIP-Boat ist die allerletzte dieser Art in diesem Winter.
Freitag 19. Januar 2022 – sonnig bis stürmisch, -9°C bis -24° C
WUNDERTÜTE IM GEPÄCK
WEITER GEHTS
Big Party in der Nacht… Nach einem Kurzfrühstück in dem sich schnell füllenden Frühstücksraum der Artic Adventure Lodge starten wir ebenso schnell. Ein wunderschöner Tag erwartet uns.
Ab 9.00 Uhr zeigt sich langsam die Sonne und taucht die Landschaft in helle Pastellfarben. Die Straßen sind meist schnurgerade, wellig wie ein Waschbrett und rechts und links von Wald gesäumt. Der geradeaus gerichtete Blick schaut in einen Himmel, dessen Hellblau in ein Hellgelb und schließlich Hellrosa übergeht.
Die völlig unberührte Natur Lapplands produziert Glückshormone und manchmal unterbrechen wir unsere Fahrt, um das wohl 350ste Foto zu machen. Kann man dieses wunderschöne Licht, die unendliche Weite der Schneefelder die Farben festhalten?
Wir fahren die Nebenstrecke Route 395 und zwischen dem Zusammentreffen mit anderen Autos vergehen meist einige Kilometer. Die Strecke ist gut geräumt und mit der festgefahrenen Schneedecke – bei zwischenzeitlich -10°C – kommen unsere neuen Reifen sehr gut zurecht.
Um 10.00 Uhr dann eine Überraschung: Fritz entdeckt in der Ferne einen Elch, der über einen zugefrorenen See spaziert. Welch ein Glück! Murphys Gesetz: Meine Kamera habe ich nicht bereit und in meiner Aufregung tippe ich beim Smartphone dreimal auf den Umkehrmodus und focussiere statt Elch mich selbst. Ein einziges Foto gelingt.
Selbstverständlich wird nun die Kamera herausgeholt. Aber ich habe sie noch gar nicht ganz ausgepackt, da stehen zwei weitere Elche am Straßenrand, äugen in unsere Richtung und überqueren eilig die Straße. Die Kamera war noch nicht richtig eingestellt…. Aber egal! Einfach nur toll und für uns beide erstmalig.
Unterwegs dann sogar noch ein vierter Elch des Tages.
Das Licht taucht bald alles in ein Rotgold, die Temperatur sinkt stetig.
Um 11.35 Uhr überqueren wir die Grenze nach Finnland beim Tagesrekordwert von -24° C. Die Landschaft wird noch weiter als in Schweden, die Häuser stehen noch weiter auseinander. Die Straßen sind etwas schlechter, scheinbar noch endloser und wie auf einem überdimensionalen Waschbrett fahren wir Hügel für Hügel unserem Ziel Norwegen entgegen.
Hurra. Um 14.00 Uhr erreichen wir endlich Norwegen.
Am Grenzübergang sind weit und breit keine Kontrolleure in Sicht, so dass wir unseren erforderlichen Corona-Test wie geplant in Tromsø werden machen können.
Die Landschaft ändert sich schlagartig. Norwegen pur: Schroff, gewaltig und von allem ein bisschen mehr: Berge, Schnee, Höhenunterschiede, Felsen, Eiszapfen. Immer ein klein wenig dramatisch – so scheint uns. Oder heißt das dramaturgisch?
Bereits gegen 15.00 Uhr wird es langsam dunkel. Beim ersten Blick auf Tromsø ist der Himmel bereits tiefschwarz.
Im zweiten Anlauf finden wir eine Corona-Teststation und müssen dort leider eine Stunde auf den Nasenpiekser warten, bis wir endlich die letzte Wegstrecke im Schneegestöber bis zu unserer Hütte im Vasstrandvegen hinter uns bringen können. Trotz Autofahren ein schöner Tag mit beeindruckenden Details.
Dienstag, 18. Januar 2022 – bereits dunkel, 5° C
AUF NACH TROMS
Möwengeschrei am hell erleuchteten Skandinavienkai in Travemünde. Endlich geht es los!
Nur fünf PKW stehen neben den vielen LKW in der Warteschlange vor der Nachtfähre Niels Holgersen. Gemeinsames Ziel: Trelleborg.
Kurz nach 22.00 Uhr fahren wir an den Lichtern Travemündes vorbei in Richtung tiefschwarze Ostsee. Schnell sind wir in der Koje. Die nervenaufreibende Warterei heute und die Aufregung der letzten Tage hat Spuren hinterlassen. Wir sind müde.
Kroatien im Frühling
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